Operntexte der Deutschen Rossini Gesellschaft

übersetzt und herausgegeben von Reto Müller

Die Reihe „Operntexte“ der Deutschen Rossini Gesellschaft soll in erster Linie eine partiturgetreue Lektüre des vom Komponisten vertonten Textes ermöglichen. Ergänzend wurden relevante unvertonte Passagen aus dem gedruckten Libretto der Uraufführung sowie später hinzugekommene alternative Musiknummern in den Text aufgenommen.

Rossinis dritte Oper, 1811 auf ein etwas anstößiges Libretto von Gaetano Gasbarri in Bologna entstanden und nach nur drei Aufführungen von den Behörden abgesetzt, fristet auch heute noch ein Schattendasein, obwohl sie in mancher Hinsicht als Prototyp seiner künftigen zweiaktigen Buffo-Opern gelten darf. In der Reihe Operntexte wird der vollständige Wortlaut, wie er von Rossini vertont wurde, abgedruckt und übersetzt. Ergänzend sind alternative Passagen aus dem gedruckten Libretto der Uraufführung in den Text aufgenommen.

Rossinis dreizehnte Oper, 1814 auf ein Libretto von Felice Romani für die Mailänder Scala entstanden, ist heute eines seiner meistgespielten komischen Werke. In diesem Band ist der vollständige Wortlaut, wie er von Rossini vertont wurde, abgedruckt und übersetzt. Ergänzend wurden nicht vertonte Passagen aus dem gedruckten Libretto der Uraufführung sowie später hinzugekommene alternative Musiknummern in den Text aufgenommen.

Rossinis dreiundzwanzigste Oper, 1818 auf ein Libretto von Giovanni Schmidt für das römische Teatro Argentina entstanden, ist auch heute noch eine seiner am wenigsten gespielten ernsten Werke. In Hinblick auf die szenische Aufführung beim Rossini Opera Festival 2011 in Pesaro ist für die Reihe Operntexte der vollständige Wortlaut, wie er von Rossini vertont wurde, abgedruckt und übersetzt worden. Ergänzend wurden nicht vertonte Passagen aus dem gedruckten Libretto der Uraufführung sowie eine später hinzugekommene alternative Musiknummer in den Text aufgenommen.

Rossinis Adina (später mit dem Untertitel Il califfo di Bagdad) ist 1818 in Bologna als Privatauftrag für Lissabon entstanden. Rossini ließ ein noch nicht vertontes zweiaktiges Buffo-Libretto von Felice Romani zu einer halbernsten Farsa umarbeiten und konzentrierte das Drama auf die Charakterzeichnung einer von widersprüchlichen Emotionen hin- und hergerissenen Seele. In der Reihe Operntexte wird der vollständige Wortlaut, wie er von Rossini vertont wurde, abgedruckt und übersetzt. Ergänzend sind alternative Passagen aus dem gedruckten Libretto der Uraufführung von 1826 in den Text aufgenommen.

Rossinis Semiramide ist 1823 in Venedig entstanden und ist seine letzte für Italien geschriebene Oper. Als Quintessenz seines italienischen Belcanto-Stils war sie das Muster für eine ganze Generation nachfolgender Komponisten und entzieht sich einer Einordnung als klassisches oder romantisches Werk. In der Reihe Operntexte ist der vollständige Wortlaut, wie er von Rossini vertont wurde, abgedruckt und übersetzt. Ergänzend ist das alternative Finale aus dem Libretto der von Rossini betreuten Pariser Aufführung von 1825 in den Text aufgenommen worden.

...und außerdem

Saverio Mercadantes Oper wurde 1836 am Théâtre Italien in Paris uraufgeführt. Hinter dem Auftrag stand kein anderer als Rossini, der das Theater als "graue Eminenz" leitete und bereits im Jahr zuvor Bellini (I puritani) und Donizetti (Marino Faliero) eingeladen hatte. Die Oper, geschrieben für das legendäre "Puritani-Quartett" (Giulia Grisi, Giovanni Battista Rubini, Antonio Tamburini und Luigi Lablache) erlebte seine moderne und vielbeachtete Erstaufführung 2012 in Bad Wildbad.  Der vorliegende Text folgt der Partitur, die Florian Bauer im Auftrag von ROSSINI IN WILDBAD aufgrund der von Michael Wittmann erforschten Quellen erstellt hat.